Der Gipfel der Großregion plädiert für eine starke und ambitionierte Kohäsionspolitik

Stephane Perrin; Daniela Schmitt; Jean-Luc Bohl; Isabelle Weykmans; Jean-Luc Marx; Camille Gira; Corinne Cahen; Claude Wallendorff; René Collin; Patrick Weiten; Roland Theis; Mathieu Klein
©2018 SIP / Charles Caratini

Am 22. Februar 2018 fand auf Einladung der aktuellen Präsidentin des Gipfels der Großregion, Corinne Cahen, eine Versammlung der Exekutiven des Gipfels auf Schloss Senningen statt.

Angesichts der im Mai vorgesehenen Präsentation des neuen Finanzrahmens der Europäischen Union, verabschiedeten die Exekutiven im Laufe der Sitzung eine an die Europäische Kommission gerichtete gemeinsame Stellungnahme über die Zukunft der EU-Kohäsionspolitik.

Die Exekutiven des Gipfels der Großregion plädieren für ein starkes Europa und rufen die Europäische Kommission dazu auf, sich für eine ambitionierte Kohäsionspolitik, insbesondere im Bereich der europäischen territorialen Zusammenarbeit, einzusetzen, mit einem Haushalt, der den strategischen Herausforderungen der Europäischen Union, ihrer Gebiete und ihrer Bürgerinnen und Bürger gerecht wird. Die territoriale Zusammenarbeit in Europa trägt dazu bei, Entwicklungsunterschiede zwischen den europäischen Regionen zu verringern und den territorialen, sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Die Exekutiven wollen dabei vor allem die dreistufige Kooperation beibehalten: grenzüberschreitend, transnational und interregional. In der Großregion drückt sich dies für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit insbesondere in der Fortführung des Programms Interreg A Großregion aus, bei gleichbleibendem Perimeter.

Die Mitglieder des Gipfels der Großregion betonten ebenfalls die Notwendigkeit einer Vereinfachung der Vorschriften, nicht nur für die Begünstigten, sondern auch für die Behörden, die für die Durchführung der Programme zuständig sind. Ziel dieser Vereinfachungsmaßnahmen soll es sein, die oft unverhältnismäßigen Verwaltungskosten zu verringern.

Darüber hinaus, unterstützen die Mitglieder den Vorschlag für das neue Instrument „European cross-border Convention“ (ECBC), der von Luxemburg während dessen Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union im Jahr 2015 gemacht wurde und von der Europäischen Kommission unlängst in einer Mitteilung aufgegriffen wurde. Dieses neue Instrument würde es erlauben, auf freiwilliger Basis und im Einvernehmen mit den zuständigen Behörden, die Gesetzgebung eines Mitgliedstaats, im Rahmen eines konkreten und grenzüberschreitenden Projektes oder einer Maßnahme, im benachbarten Mitgliedstaat anzuwenden.

Im Rahmen der Sitzung präsentierte Corinne Cahen auch die Arbeiten der luxemburgischen Präsidentschaft des Gipfels der Großregion, die im Zeichen der Bürgernähe und Integration der Bürgerinnen und Bürger steht. Corinne Cahen hob dabei einige bevorstehende Veranstaltungen hervor, wie das Jugendkolloquium, das am Europatag am 9. Mai stattfinden wird. Dieses Kolloquium bietet den Jugendlichen aus der Großregion die Möglichkeit, über die Zukunft des europäischen Aufbaus, die Digitalisierung, die Chancengleichheit und eine territoriale Entwicklung ohne Grenzen zu diskutieren.

Zudem wird das Thema der Digitalisierung, das bereits mehrmals von der luxemburgischen Präsidentschaft aufgegriffen wurde, erneut in den Fokus gerückt während des „Automotive Day“ am 7. Juni. Der „Automotive Day“ wird organisiert vom Luxembourg Automobility Cluster, in Zusammenarbeit mit Goodyear und Autoregion, dem Meta-Cluster der Großregion. Mehrere technische Konferenzen werden sich dabei mit Themen auseinandersetzen wie „künstliche Intelligenz“, „Netzwerkanbindung und Netzsicherheit“, sowie „Bilderkennungsverfahren und Sensortechnologien“. Es wird zudem Vorführungen geben von automatisiertem und ferngesteuertem Fahren.

Der nächste Zwischengipfel der Großregion wird am 21. Juni 2018 in der luxemburgischen Handelskammer im Rahmen des grenzüberschreitenden Wirtschaftsforums „Greater Region goes digital“ stattfinden. Die Veranstaltung wird es erlauben, die entscheidenden Akteure der Großregion über Rundtischgespräche, thematische Workshops und Geschäftstreffen B2B zusammenzubringen. Best Practices werden ausgetauscht in den Bereichen Innovation im digitalen Zeitalter, Logistik, Arbeit 4.0, Kreislaufwirtschaft und Silver Economy. Die Mitglieder des Gipfels werden ihre Ansichten und Ideen mit den Vertretern des Kollegiums der Handels- und Industriekammern der Großregion erötern.

Pressemitteilung des Ministeriums für Familie, Integration und die Großregion

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