Assistenzhunde

Das Gesetz über die Zugänglichkeit des öffentlichen Raumes für Menschen mit Behinderungen in Begleitung von Assistenzhunden (auf Französisch) trat am 22. Juli 2008 in Kraft. Es verankert den Grundsatz, dass öffentliche Räume für Menschen mit Behinderungen in Begleitung von Assistenzhunden frei zugänglich sein müssen.

Unter öffentlichem Raum sind zu verstehen:

  • öffentliche Verkehrsmittel;
  • Orte, die der Öffentlichkeit offenstehen und gemeinschaftlich genutzt werden, wie z. B. Kinos, Theater, Restaurants, Geschäfte, Verkaufsräume für Lebensmittel usw.;
  • Orte zur Ausübung einer beruflichen Tätigkeit sowie Unterrichts-, Freizeit- und Bildungsstätten.

Ein Assistenzhund kann ein Blindenführhund, ein Assistenzhund für Menschen mit eingeschränkter Mobilität sowie ein Warnhund für Diabetiker oder Epileptiker sein.

Führt eine Person, ein Hundetrainer oder eine Pflegefamilie einen Assistenzhund mit sich, darf dies beim Zugang zu Diensten oder Leistungen nicht zusätzlich in Rechnung gestellt werden. Wird einem Assistenzhund der Zutritt verweigert, wird dies mit einer Geldstrafe von 250,- € belegt.

Für die Anerkennung als Assistenzhund in Luxemburg muss die Ausbildung des Hundes vom Ministerium für Familie, Integration und die Großregion bestätigt werden. Der Halter erhält eine Medaille, die der Assistenzhund an seinem Halsband oder seinem Führgeschirr tragen muss.

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