Naturkatastrophen

Eine Sozialhilfe infolge der Unwetter vom 9. August 2019 im Süden Luxemburgs beantragen

Es wird eine punktuelle Solidaritätsaktion organisiert um einen Teil der dringenden Kosten jener Menschen zu decken, die von den Unwettern im Süden Luxemburgs betroffen sind.

Die Sozialhilfe ist ausschließlich für die Grundausstattung der Katastrophenopfer bestimmt, die ihren Hauptwohnsitz am Katastrophenort haben und die sich in einer schwachen wirtschaftlichen Lage befinden.

Vorgehensweise

Antragstellung

Um von der Hilfe profitieren zu können, müssen die betroffenen Personen das Formular „Antrag zur Bewilligung einer sozialen Hilfe infolge einer Naturkatastrophe“ ausfüllen.

Die Anträge müssen bis spätestens 1. März 2020 eingereicht werden beim:

Ministerium für Familie, Integration und die Großregion
L-2919 Luxemburg
Tel. : (+352) 247-86523
E-Mail: secretariatsolidarite@fm.etat.lu

Belege

Verschiedene Belege müssen dem Antrag zwingend beigefügt werden:

  • Kopien der Lohn-, Gehalts- oder Rentenbelege von allen zum Haushalt zählenden Personen und/oder Kopie der Steuerabrechnung 2018;
  • Kopie des Bescheids der Versicherungsgesellschaft;
  • für Hausgemeinschaften:
    a) Kopie des Bescheids der Versicherungsgesellschaft der Hausgemeinschaft;
    b) Kostenaufteilung innerhalb der Hausgemeinschaft und Informationen zu den Besitzanteilen.
  • gegebenenfalls: Belege über Unterhaltszahlungen.

Verschiedene Belege können dem Antrag fakultativ beigefügt werden:

  • Fotos der angegebenen Schäden;
  • bezahlte Rechnungsbelege und/oder Kostenvoranschläge.

Bei Hausgemeinschaften muss jeder Geschädigte, der seinen Hauptwohnsitz dort hat, einzeln einen Antrag einreichen. Kollektive Anträge sind nicht zulässig.

Höhe der Hilfe

Die Höhe der Hilfe richtet sich nach:

  • dem Umfang und der Art der Schäden;
  • der finanziellen Lage der betroffenen Haushalte;
  • der Anzahl der zum Haushalt zählenden Personen.

Nicht berücksichtigte Ausgaben

Schäden, die durch eine Versicherung abgedeckt sind, werden bei der Beurteilung des Schadens nicht berücksichtigt.

Verschiedene Güter werden ebenfalls nicht von der Sozialhilfe abgedeckt. Es handelt sich hierbei um:

  • Fahrzeuge, Fahrräder;
  • Zweitwohnsitze und/oder Vermietungen;
  • Wohnwagen, Wohnmobile;
  • zusätzliche Küchen- oder Badezimmereinrichtungen;
  • Luxusgegenstände;
  • Kunstgegenstände;
  • Sport- und Freizeitgeräte;
  • Bücher;
  • Gartenlauben, Glashäuser, Pflanzungen, Obstbäume;
  • Saunas, Schwimmbäder, Solarien;
  • Kellermobiliar.

Psychotraumatologische Betreuung

Die ständige Gruppe für psychotraumatologische Betreuung (Groupe permanent d’encadrement psycho-traumatologique - GPEPT) setzt sich aus Fachleuten zusammen, die verschiedene Kompetenzen und Erfahrungen im Bereich der Begleitung von Menschen und insbesondere im Bereich Psychotherapie und Psychotraumatologie einbringen können.

Die GPEPT stellt unter anderem die mittel-und langfristige psychotherapeutische und sozialpädagogische Begleitung der Opfer von kollektiv traumatisierenden Vorfällen sicher.

Bei Bedarf, können sich die betroffenen Personen an das Sekretariat der Division "Solidarität" des Ministeriums für Familie, Integration und die Großregion wenden (Tel.: (+352) 247-86523 / E-Mail : secretariatsolidarite@fm.etat.lu).

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