Überschuldung

Fast jeder hat Schulden: das Darlehen für die Wohnung, das erst in 20 Jahren abbezahlt ist, der Kredit für das neue Auto, die Ratenzahlung für das Elektrofahrrad. Die meisten Menschen schultern ihre finanziellen Verbindlichkeiten sehr gut.

Manchmal allerdings, durch ein unvorhergesehenes und oft tragisches Ereignis, reduziert sich die finanzielle Leistungsfähigkeit einer Person oder eines Haushalten auf abrupte und drastische Weise und ein Teufelskreis beginnt: 

  • die Ersparnisse werden aufgebraucht
  • Rechnungen können nicht bezahlt werden
  • der Kredit wird nicht mehr bedient
  • das Konto ist überzogen
  • Gebühren und Zinsen häufen sich.

Spätestens dann ist es ratsam, sein Sozialamt oder ein der Informations- und Beratungsstellen für Überschuldung (Services d’Information et de Conseil en matière de Surendettement - SICS - teilweise auf Deutsch) aufzusuchen. Diese Stellen evaluieren die finanzielle Situation und helfen bei der Antragstellung, zum Beispiel für das Verfahren zur kollektiven Schuldenbereinigung (Privatinsolvenz). Wird die betroffenen Person zu diesem Verfahren zugelassen, kann dieses folgende Maßnahmen zur Folge haben: 

  • Aufschub der Rückzahlung oder neuer Zeitplan zur Rückzahlung
  • Hilfe in sozialen oder erzieherischen Belangen oder bei der Einteilung des Haushaltsbudgets
  • öffentliche oder private finanzielle Unterstützun
  • Senkung des Zinssatzes
  • teilweiser oder vollständiger Erlass der Schulden.

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